Infos aktuell...

Corona-Pandemie - letztes Update: 01. Juli 2020

Liebe Patientinnen und Patienten,
liebe Eltern,

unser regulärer Praxisbetrieb läuft für Sie weiter.
Wir haben sinnvolle Vorkehrungen getroffen, um Sie weiter sicher versorgen zu können. Unsere Praxis verfügt hierzu über ausreichend geeignete Schutzausrüstung.

Bitte beachten Sie die nachfolgenden Hinweise:

Termine / Praxisbesuche
Bitte kommen Sie nicht unangemeldet in die Praxis sondern nehmen Sie zunächst ausschließlich per Telefon: 06188-82252 oder per E-Mail: familienaerzte@t-online.de Kontakt mit uns auf, um ein bestmögliches Vorgehen abzustimmen.
Bei Erkältungskrankheiten haben wir eine gesonderte Infektionssprechstunde eingerichtet und werden Sie geschützt untersuchen. Der Zugang zur Praxis erfolgt hierbei nach Voranmeldung über einen gesonderten Eingang.

Bitte nutzen Sie auch das "rollende Wartezimmer":
Sie können (und sollten nach Möglichkeit) sicher in Ihrem Auto vor der Praxis warten.
Rufen Sie uns nach dem Parken bitte unter der Sondernummer 0171-4725347 (hierunter erfolgen keine Terminvergaben) an, um den Einlass zu besprechen.

Krankschreibungen ("AU"-Bescheinigungen) / Kind-Krankschreibungen / Rezepte / Überweisungen etc.
Die Ausnahmeregelung, dass eine Arbeitsunfähigkeit auch nach einer telefonischen Befundaufnahme von der Ärztin oder dem Arzt bescheinigt werden kann, ist am 31. Mai 2020 ausgelaufen.
Krankschreibungen auf diesem Weg sind nicht mehr möglich, bitte vereinbaren Sie einen Termin in unserer Praxis.

Videosprechstunden:
Wir bieten Ihnen auch Videosprechstunden mit unseren Ärztinnen und Ärzten über ein zertifiziertes, deutsches Portal an. Bitte melden Sie sich HIER dafür an.

Corona-Warn-APP
Smartphone-App´s , die eine Nachverfolgung von Kontakten mit Sars-CoV-2 infizierten Personen vereinfachen sollen, stehen nun zur Verfügung.
Über den Sinn dieser technischen Einrichtungen gibt es verschiedene Ansichten.
Hier finden Sie eine Stellungnahme der MEZIS, einer Initiative unabhängiger Ärzte, zu den App´s.

Testungen bei Erkrankungsverdacht oder -kontakt bzw. nach Rückkehr aus Risikogebieten
Um eine aktuell bestehende Coronavirus-Erkrankung bei Ihnen abzuklären, sind „echte" Erregernachweise (sogenannte "PCR-Tests") notwendig.
Die Teststellen in Aschaffenburg und im Landkreis sind aufgehoben worden.
Seit 01.Juli 2020 gibt es eine kostenfreie Testmöglichkeit für alle Menschen mit Wohnsitz in Bayern. Diese Testungen werden unabhängig vom Vorliegen von Symptomen angeboten.
Diese Option ist ein sehr sinnvoller Schritt in die richtige Richtung zur Pandemieeindämmung. Wir beraten Sie gerne hierzu und führen die Testabstriche nach Voranmeldung in unserer Praxis durch.

Bitte rufen Sie uns vorher unter 06188-82252 an oder senden Sie uns eine E-Mail an familienaerzte@t-online.de, dann besprechen wir mit Ihnen das weitere Vorgehen.

Antikörper-Tests nach einer durchgemachten Erkrankung zum Nachweis einer erworbenen Immunität
Sie können bei uns SARS-CoV-2-Viren-Antikörpertests durchführen lassen. Für den Nachweis einer akuten /bestehenden Corona-Erkrankung ist dieser Test NICHT geeignet.
Die aktuell auf dem Markt befindlichen Antikörper-Tests eignen sich auch nicht dazu herauszufinden, ob eine Corona-Erkrankung völlig unbemerkt durchlaufen wurde.
Bei Vorliegen einer entsprechenden Anamnese (z.B. eine typische, zurückliegende Corona-Symptomatik) können wir für Sie damit aber feststellen, ob eine Immunität gegen Corona-Viren zumindest wahrscheinlich ist.
Immunisierungseffekte gegen Corona-Viren sind allerdings noch nicht abschließend wissenschaftlich untersucht.
Vor jeder Testung werden wir Sie über die Aussagekraft und die Grenzen der verschiedenen Testmöglichkeiten so gut wie möglich informieren. Sie können dann gemeinsam mit uns entscheiden, ob ein Antikörper-Nachweis für Sie zum jetzigen Zeitpunkt sinnvoll ist.
Als Selbstzahler-Leistung ("IGEL") betragen die Kosten etwa 30.- EUR (für eine Testung auf das Immunitäts-relevante IgG).

Bei Fragen zu Isolierung und Quarantäne:
Wenden Sie sich in diesen Fällen bitte weiterhin direkt an das zuständige Gesundheitsamt - Landratsamt Aschaffenburg - Merlostr.1-3, 63741 Aschaffenburg, Tel. 06021-394100
Hier können Sie auch in anderen Regionen nach dem für Sie zuständigen Gesundheitsamt suchen.

Corona-Schwerpunktpraxen für die Stadt und den Lkr. Aschaffenburg

Die Corona-Schwerpunktpraxen in Mespelbrunn und in Aschaffenburg wurden wieder aufgelöst.
Im medizinischen Bedarfsfall gibt es aber weiterhin Hausbesuche über den kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel.116117).
Bitte nehmen Sie im Infekt-/Verdachtsfall vorher ausschließlich per Telefon: 06188-82252 oder per E-Mail: familienaerzte@t-online.de Kontakt mit uns auf.

Masken
Noch gilt auch in bayerischen Arztpraxen eine gesetzliche Maskenpflicht. Sobald die Maskenpflicht in Bayern wieder entfällt, werden wir Sie hier informieren.
Bitte kommen Sie bie dahin mit einer angelegten Schutzmaske in unsere Praxis.
Im Rahmen der Behandlung entfällt die Maskenpflicht, soweit die Art der Behandlung diese nicht zulässt. Wir werden Sie in solchen Situationen bitten, Ihre Maske abzunehmen.

Kinder:
Grundsätzlich gilt die Maskenpflicht in Bayern erst ab dem 6. Geburtstag. Kleinkinder unter einem Jahr sollen keine Alltags-Maske tragen, sie könnten dadurch gefährdet werden.
Größere Kinder können spielerisch an die Alltags-Maske gewöhnt werden und diese unter Aufsicht tragen, bis sie damit umgehen können. Wenn Kinder die Alltags-Maske nicht tolerieren, zum Beispiel durch ständiges ins Gesicht greifen, wird vom Tragen abgeraten.

Weitere Ausnahmen:
Das Tragen einer Maske muss ausnahmsweise dann nicht erfolgen, wenn dies aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund einer Behinderung im Einzelfall nicht möglich oder unzumutbar ist. Dies kann unter Umständen auch bei Asthmatikern der Fall sein. Entsprechende Einschränkungen sind durch die betroffene Person oder ihre Begleitpersonen glaubhaft zu machen. Hierfür kann ein Schwerbehindertenausweis oder ein dies bestätigendes ärztliches Attest hilfreich sein.
Letzteres können wir für Sie bei Vorliegen von medizinischen Gründen gerne erstellen.

Bei Menschen mit Demenz gilt in Bayern laut dem Bayerischen Staatsministerium für Gesundheit und Pflege Folgendes:
Aufgrund der mit einer Demenz einhergehenden Einschränkung können Betroffene eine Mund-Nasen-Bedeckung meist nicht verstehen. Personen, die Menschen mit Demenz im öffentlichen Raum begleiten, können Betroffene daher nicht immer erfolgreich dazu anhalten, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Sorgen um juristische Folgen sind aber in der Regel unbegründet, da bei Menschen mit Demenz aufgrund der Erkrankung häufig eine Ordnungswiedrigkeit nicht in Betracht kommt.

Einige Erläuterungen und Tragebeispiele zu Schutzmasken finden Sie weiter unten am Ende dieses Textes.

Die Wahrscheinlichkeit einer Virusübertragung kann insbesondere auch durch das konsequente Distanzieren von anderen, potentiell virustragenden Personen verringert werden.


Ihr Praxisteam der Familienpraxis Karlstein

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Weiterführende Informationen finden Sie auch hier:
Häufig gestellte Fragen & Antworten (Bayerisches Staatsministerium für Gesundheit und Pflege)
Auswärtiges Amt Deutschland
Antwort zu häufen Fragen (Robert Koch Institut)


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ANHANG 1: Basisinfos und Links zur Corona-Viruspandemie

Was ist das Coronavirus?
Seit Dezember 2019 sind zunächst in China, inzwischen auch weltweit, Fälle von Erkrankungen durch bestimmte Viren mit der Bezeichnung
SARS-CoV-2 aufgetreten.
Die regionale Gefährdungslage kann sich verändern. Hier finden Sie die "internationalen Risikogebiete".Die Erkrankung selbst wird als Covid-2019 bezeichnet. Eine Übertragung des Virus von Mensch zu Mensch ist möglich.
Auch durch beschwerdefreie Virusträger ist eine Ansteckung möglich.

"Bin ich erkrankt?"
Nach einer Inkubationszeit von 2-14 Tagen können Beschwerden auftreten, die stark an eine Grippe oder eine Bronchitis erinnern, z.B. Fieber, Husten, Atemnot.
Die Krankheitsverläufe sind aber unspezifisch und vielfältig. Die meisten infizierten Menschen entwickeln leichte bis mittelschwere Symptome und werden ohne Krankenhausaufenthalt wieder gesund.
Als häufigste Symptome werden Fieber und Husten berichtet. Dabei verliefen nach der bisherigen Datenlage ein weitaus überwiegender Teil der Erkrankungen milde bis moderat.
Die Wahrscheinlichkeit für schwere Krankheitsverläufe (z.B. viralen Lungenenztündungen bis hin zur Notwendigkeit einer zeitweisen maschinellen Beatmung) nimmt mit zunehmendem Alter und bei bestehenden schweren Vorerkrankungen zu.
Kinder können ebenfalls erkranken, zeigen meist aber nur milde Symptome.
Die Symptome einer Covid-2019-Krankheit lassen sich in etwa wie folgt klassifizieren:

Häufigste Symptome
Fieber
Trockener Husten
Müdigkeit

Seltenere Symptome
Gliederschmerzen
Halsschmerzen
Durchfall
Bindehautentzündung
Kopfschmerzen
Verlust des Geschmacks- oder Geruchssinns
Verfärbung an Fingern oder Zehen oder Hautausschlag
Schwere Symptome
Atembeschwerden oder Kurzatmigkeit
Schmerzen oder Druckgefühl im Brustbereich
Verlust der Sprach- oder Bewegungsfähigkeit



Wie kann ich mich und andere schützen?
Folgende allgemeine Vorsichtsmaßnahmen sind sehr sinnvoll, um ein Ansteckungsrisiko durch Grippeviren und auch durch das SARS-CoV-2-Virus möglichst gering zu halten:

- Waschen Sie sich häufig die Hände mit Wasser und Seife. Alternativ: Händereinigung mit einem alkoholischen Gel (in kleinen Fläschchen in Drogeriemärkten erhältlich)

- Verzichten Sie auf das Händeschütteln

- Fassen Sie sich möglichst wenig ins Gesicht, um etwaige Krankheitserreger nicht über die Schleimhäute von Augen, Nase oder Mund aufzunehmen

- Husten/Niesen Sie mit einem Taschentuch vor Mund und Nase - danach Entsorgung im Abfalleimer ODER Husten/Niesen Sie in den oberen Teil des Ärmels (um ständig eingesetzte Handflächen nicht zu benetzen)

- Halten Sie Abstand zu anderen Menschen, insbesondere wenn diese sichtbar an einer Atemwegserkrankung leiden

- Bleiben Sie bei Atemwegssymptomen generell zu Hause

- Reduzieren Sie unnötige Sozialkontakte

- Vermeiden Sie generell Grossveranstaltungen, die mit Körperkontakt / geringem Abstand zu Menschenmengen einhergehen.

- Informieren Sie sich vor Reisen über den aktuellen Pandemie-Stand

- Das Tragen von Schutzmasken/Mundschutz ist in bestimmten Situationen (z.B. im medizinischen Bereich, in bestimmten Gesprächssituationen oder zum Schutz von Angehörigen, die zu den Risikogruppen zählen) sinnvoll bzw. notwendig.


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ANHANG 2: Erläuterungen zu den Schutzmasken
Die gebräuchlichsten drei verschiedene Schutzmasken-Typen sind wie folgt zu unterscheiden:

- Selbst hergestellten Masken (sog. „Community-Masken“ oder "Alltags-Masken")
- medizinischer Mund-Nasen-Schutz (MNS)
- filtrierende Halbmasken (FFP2 und FFP3)

Hier finden Sie ein Download-Infoblatt der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung zu den Masken.

Die ersten beiden Maskenarten sind im Grunde vor allem eine Art "Spritzschutz".
Das korrekte Tragen kann vor allem eine verminderte Ausbreitung des Virus beim Ausatmen oder Husten durch einen bereits infizierten Menschen bewirken.
Damit schützen Sie in einem gewissen Maße Ihre Umgebung und, bei regelmäßigem Waschen oder Wechseln der Masken, begrenzt auch sich selbst.

Anders sieht es bei den sogenannten FFP-3 (etwas weniger gut auch FFP-2) Masken aus: Diese dienen weniger dem Umgebungs- als vielmehr dem Eigenschutz.
Richtig angelegt, können diese Masken durch geeignete Filter die Virenlast beim Einatmen erheblich senken und somit eine gewisse Schutzwirkung für den Träger entfalten.
Der Tragekomfort ist allerdings begrenzt, er kann durch ein Ausatemventil verbessert werden. Durch ein solches Ventil strömt beim Ausatmen die Atemluft des Trägers ungefiltert heraus, so dass die Umgebung nicht effektiv geschützt wird.
Deshalb sind diese Masken auch nicht für die "Maskenpflicht" im Publikumsverkehr zugelassen.

Grundsätzlich gilt: Alle Masken können auch selbst zum Risiko werden, wenn sie nicht sachgerecht erneuert / gewaschen oder getragen wedern.

Einige typische Anwendungssituationen und Empfehlungen zu den Masken dazu:

Sie sind gesund und wollen Einkaufen gehen
Aufgrund der gesetzlichen Bestimmungen müssen Sie aktuell i.d.R eine Maske tragen, die Mund und Nase bedeckt. Die Art der Maske ist grundsätzlich nicht vorgeschrieben. Kinder bis zu ihrem 6. Geburtstag sind von dieser Maskenpflicht ausgenommen.
Am sinnvollsten wäre das Tragen eines medizinischen Mund-Nasen-Schutzes als Einmalware, den Sie nach jedem Tragen wegwerfen/erneuern.
Aufgrund der aktuellen Marktlage wird dies nur schwer machbar sein. Daher behelfen sich viele Menschen mit Stoff-Community-Masken.
Diese sollten aber, um nicht selbst zu "Keimschleudern" zu werden, unbedingt regelmäßig bei mindestens 60° gewaschen werden.

Sie sind gesund und müssen einen Menschen besuchen, der nicht an Corona erkrankt ist, aber zur Risikogruppe gehört
Am sinnvollsten wäre das Anlegen folgender Masken vor dem Kontakt:
Für den Besucher: Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (Einmalware, Einmalgebrauch)
und
Für die besuchte Person: Eine korrekt getragene FFP3-Maske

Sie sind gesund und müssen unvermeidbar (z.B. aus beruflichen Gründen) einen Menschen besuchen, bei dem Coronaverdacht besteht
Am sinnvollsten wäre das Anlegen folgender Masken/Schutzbekleidung vor dem Kontakt:
Für den Besucher: Ein eine korrekt getragene FFP3-Maske sowie weitere Schutzausrüstung (Kittel, Handschuhe, Schutzbrille, Haube, Überschuhe - alles als Einmalware, einmaliger Gebrauch)
und
Für die besuchte Person: Ein medizinischer Mund-Nasen-Schutz (Einmalware, Einmalgebrauch)

Es kommt in Bezug auf die Masken somit auf die jeweilige Situation an. Eine allgemeingütige Empfehlung kann nicht ausgesprochen werden.

In jedem Fall ist zu bedenken, dass eine Virusübertragung auch durch die Hände und gemeinsam benutzte Gegenstände erfolgen kann.
Daher ist eine gute Handhygiene in allen Situationen sehr wichtig. Einige Gegenstände als Keimquellen werden dabei gerne "vergessen" und nur selten desinfiziert: Türgriffe, Eingabe-Geräte für PINS oder Griffel zum Unterschreiben an der Kasse, usw...
Auch das (Mehrfach-)Anlegen der Schutzmasken mit den Händen kann zu einer Keimbelastung der Masken führen.
Wenn Sie Ihre Hände häufig desinfizieren, sollten Sie auch an eine entsprechende Hautpflege (geeignete Handcreme) denken. Sonst kann es schnell zu einem Austrocknen der Haut mit Entzündung/Ekzembildung kommen.